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Gemüse aus dem eigenen Garten ist ein wahrer Luxus

Artikel im Blick Aktuell - Ausgabe Grafsı:hafi`, 06.05.2020, Fotos JOST

Karweiler. Wer mehr als einfach nur einen Garten will, findet in Gärtnermeister Wolfgang Geller aus Karweiler den richtigen Ansprechpartner. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung rund um das Thema Garten begleitet er seine Kunden von der individuellen Planung über die optimale Gestaltung bis hin zur fachgerechten Pflege ihrer eigenen grünen Oase. Der Garten soll zu einem Ort der Ruhe werden, der seine Besitzer der Natur und ihrer Schönheit mit allen Sinnen näherbringt.


Vorgänge im Garten sind fein aufeinander abgestimmt



Gerade in der heutigen Zeit, in der die negativen Folgen der Globalisierung und des Klimawandels immer deutlicher zutage treten,


wird vielen Menschen die Bedeutung des eigenen Gartens wieder so richtig bewusst. „Viele Leute beschäftigen sich derzeit auch unter dem Gesichtspunkt der Selbstversorgung mit dem Anlegen eines Gemüsebettes im Garten“, weiß Geller. Diesen Gedanken könne er nur unterstützen, wolle aber darauf hinweisen, dass eine biologische Herangehensweise hier besonders wichtig sei. „Die Vorgänge in einem Garten sind sehr fein aufeinander abgestimmt, deshalb sollte man sich bei allem, was man tut, über die Folgen im Klaren sein.“ Chemische Mittel zur Bekämpfung von „Schädlingen“ hätten meist den Nachteil, dass sie tief in die Ökosysteme eines Gartens eingreifen und oft mehr Schaden als Nutzen, was die meisten Menschen gar nicht bewusst sei. Wenn man beispielsweise Nacktschnecken mit Schneckenkorn bekämpfen wolle, habe das Folgen in der Nahrungskette, wenn Singvögel ebenfalls geschwächt werden und sogar sterben, wenn sie bei.ihrer Nahrungssuche vergiftete Nacktschnecken fressen. „So vernichten wir den natürlichen Feind und wundern uns dann, dass es immer weniger Singvögel gibt.“ Das sei aber nur ein Beispiel von vielen, was die unerwünschten Folgen des Einsatzes von Giftstoffen im eigenen Garten betreffe.


Mittel gegen den Buchsbaumzünsler gefunden


Doch einigen invasive Arten, die durch die Globalisierung in unserer Region gelangt seien und hier keine natürlichen Feinde hätten, stellten auch im Pflanzenschutz erfahrene Experten vor Probleme. Das gelte vor allem für den Buchsbaumzünsler, eine japanische Schmetterlingsart, deren Raupe die heimischen Buchsbäume im Garten befällt und mitunter für einen Kahlfraß sorgt. In einer dreijährigen Experimentierphase im eigenen Garten, der ebenfalls vom Buchsbaumzünsler befallen war, ist es ihm aber nun gelungen, ein Mittel zu entwickeln, das tatsächlich hervorragend wirkt. „Und das auf homöopathischer Basis und ganz ohne Chemie und Gift.“ Bei diesem Problem steht Geller den betroffenen Gartenbesitzern mit Rat und Tat zur Seite.

Ohnehin könne ein Gemüsebeet sehr viel Freude machen und von März bis November für frisches Gemüse aus dem heimischen Garten sorgen. „Es gibt fast nichts Leckereres als
Gemüse aus dem eigenen Garten, und wer darauf zurückgreifen kann, besitzt einen großen Luxus“, ist Geller überzeugt. Doch ohne Vorbereitung, Planung und Arbeit geht das natürlich nicht, wobei man auf die langjährige Erfahrung eines Gärtnermeisters wie Wolfgang Geller zurückgreifen sollte. Denn schon bei der Anlage eines Beets kann man so manche Fehler machen, die die Freude am heimischen Gemüsegarten auf Dauer erheblich trüben. Wer aber mit fachkundiger Hilfe von Anfang an seinen Gemüsegarten sinnvoll plant, kann bis zu dreimal auf der gleichen Fläche ernten, vom Spinat im März über den Salat im Juni bis zum schwarzen Rettich im November. Vielfältige Umgebung gehört dazu Allerdings weist Geller darauf hin, dass auch eine vielfältige Umgebung zu einem Gemüsebeet dazugehört. So sollte in direkter Nachbarschaft Schutzraum für Bienen und Vögel sowie für Kleinlebewesen geschaffen werden, die ihren Beitrag zum Gelingen des Projektes leisten können. „Je vielfältiger die Umgebung, desto mehr Möglichkeiten hat man dazu „, sagt Geller. Ein intaktes Ökosystem funktioniere auch im Kleinen, wenn man es richtig anpacke. Am besten ist ein Gemüsebeet in einen Garten eingebunden und von Sträuchern umgeben, die als Nahrungsquelle für Vögel und Kleinlebewesen dienen. Das ganze Jahr über gibt es im Gemüsegarten etwas zu tun, denn die Beete müssen durchgehackt und der Kompost aufgebracht und eingearbeitet werden. Geller empfiehlt, drei Liter Kompost pro Quadratmeter einzuarbeiten, weil der Boden in einem Gemüsegarten relativ stark gefordert wird. „Kompost ist ohnehin das Herz des Gartens“, und wer noch keinen Komposthaufen angelegt habe, solle dies möglichst bald tun. Rasenschnitt, kleingeschnittene Äste und Unkraut seien hier ebenso gern gesehen wie Kartoffelschalen oder Kaffeesatz.

Wer selbst überhaupt keinen „grünen Daumen“ besitzt, oder wem die Gartenarbeit schlicht und einfach über den Kopf wächst, kann sich ebenfalls auf Wolfgang Gellers Unterstützung verlassen. „Ich komme zu meinen Kunden nach Hause und begleite sie bei der Gartenarbeit – denn es gibt einiges zu beachten und noch viel mehr zu entdecken.“ Von der Auswahl der Pflanzen über das Einpflanzen und Pflegen derselben bis hin zur fachkundigen Schädlingsberatung reicht das Spektrum.

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